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Immer wieder erkläre ich der KI, was ich eigentlich will

Früher habe ich meine Korrekturen einfach weggeworfen. Heute baut Claude daraus Skills.

Eine sich wiederholende Schleife aus Knoten, zwei Korrekturpunkte sind markiert und münden in einen einzigen, verdichteten Knoten

Egal woran ich mit Claude arbeite, ob Pitch Deck, Blogpost oder Code, es läuft immer gleich:

  • Ich gebe etwas rein.
  • Es kommt etwas zurück.
  • Passt nicht ganz.
  • Ich korrigiere. Und noch mal. Und noch mal.

Schlecht ist das Ergebnis dabei gar nicht. Es ist nur generisch. Solide, vernünftig, aber eben nicht meins. Bis daraus etwas wird, das ich wirklich rausgeben würde, braucht es Runde um Runde. Früher hat sich das einfach nach Reibung angefühlt. Nervig, manchmal zum Verrücktwerden. Der Preis dafür, dass ich das Tool überhaupt nutze.

Was mir dann aufgefallen ist

Die Korrekturen sind keine Verschwendung. Ich habe mich nie hingesetzt und aufgeschrieben, was ich eigentlich will. Das zeigt sich immer erst in dem Moment, in dem ich etwas ablehne.

Nirgends ist mein Geschmack so ehrlich beschrieben wie in meinen Korrekturen.

Jedes dieser Hin und Her ist ein vollständiges Protokoll mit Zeitstempel:

  • was Claude von sich aus geliefert hat
  • wo genau ich eingegriffen habe
  • was ich stattdessen wollte

Dieses Protokoll war die ganze Zeit da. Und ich habe es jedes Mal weggeworfen, sobald ich mein Deck, meinen Text oder meinen Code hatte.

Was ich jetzt anders mache

Statt den Chat einfach zu schließen, wenn das Ergebnis passt, lasse ich Claude jetzt noch einmal auf das eigene Gespräch schauen:

  • Geh das Gespräch noch mal durch.
  • Finde jede Stelle, an der ich dich korrigiert habe.
  • Erkenne das Muster: nicht nur, was sich geändert hat, sondern was ich immer wieder geändert habe.
  • Mach daraus einen Skill: meine Struktur, meine Formulierungen, meine Do’s und Don’ts.
  • Lade ihn automatisch, wenn ich das nächste Mal so etwas mache.

Geh unser Gespräch durch. Finde die Stellen, an denen ich deine Ergebnisse korrigiert habe, und erkenne das Muster darin, was ich immer wieder geändert habe. Mach daraus einen wiederverwendbaren Skill – meine Struktur, meine Formulierungen, meine Do’s und Don’ts –, den du beim nächsten Mal laden kannst.

Um das Tool, das Deck oder den Text geht es dabei gar nicht. Sondern darum: Das Muster sieht man erst, wenn die Arbeit fertig ist. Nie vorher.

Was es nicht ist

  • Kein perfekter Skill, einmal gebaut und fertig.
  • Kein Plan, den ich mir vorher zurechtgelegt habe.
  • Keine Lösung für alles. Auch das nächste Ergebnis muss ich noch überarbeiten.

Was es ist

  • Ein kleines, aber ehrliches Upgrade für den Start.
  • Eine Korrekturrunde, ausgewertet und wieder eingebaut. Damit ich nicht jedes Mal dieselbe Form neu aushandeln muss.
  • Der Beweis, dass es mehr bringt, sich anzuschauen, was ich tatsächlich gemacht habe, als zu raten, was ich brauchen könnte.

Ausprobiert habe ich es einmal, beim Muster für Pitch Decks. Der nächste Entwurf war schon beim ersten Versuch besser. Nicht fertig, aber näher dran. Überarbeitet habe ich ihn trotzdem. Aber ich habe mit meiner Struktur angefangen statt mit einem leeren Absatz. So ging die Zeit in den eigentlichen Inhalt, statt wieder in den Kampf um die Form.

Kleine Schritte. Aber jetzt ist jede chaotische Korrekturrunde nicht mehr nur Aufwand, sondern eine Quelle.